The Dead Presidents

Harmonika Blues der besonderen Art bieten die Dead Presidents. Dabei lassen sie ihren eigenen genialen Ideen genügend Spielraum, auch wenn sie sich an den großen amerikanischen Vorbildern der 50er Jahre orientieren. Der Sound der Band garantiert Authentizität, was der Kenner schon anhand der Instrumentierung erkennen kann.

Der Kontrabass, mit gefühlvoller Präzision von
Bernd Klümper (Doug Jay & the Blue Jays, D.C. & the Cruiser) gespielt, findet ein harmonisches Zusammenspiel mit dem Schlagzeug, bedient von Sebastian Niehoff (Ballroom Rockets, Kiosk, Stoppok). Dieses solide Fundament ist perfekt abgestimmt auf das schweißtreibende rhythmische Gitarrenspiel von Holger Leipold, der es meisterhaft versteht, den Zuhörer mit atemberaubenden Soli in seinen Bann zu ziehen. Im Mittelpunkt der Dead Presidents steht jedoch zweifellos die Mundharmonika, von Helmut Wiegand (Gesang, Mundharmonika) mit einer Virtuosität beherrscht, wie sie abseits der großen Blues-Mekkas Chicago oder dem Mississippi-Delta diesseits des großen Teichs nur selten zu hören ist.

Ihr Können befähigt The Dead Presidents, sich bewusst zu reduzieren, damit der Song immer im Vordergrund bleibt, um den Publikum als homogenes Gesamtwerk präsentiert zu werden. – Denn weniger ist oft mehr…